Unsere Geschichte

Die Geschichte von Happy Home Nepal ist vor allem eins: eine Geschichte von Menschen, die immer ihren Herzen gefolgt sind.

1991:
Auf einer Familienreise nach Nepal besuchen wir Bodnath, das religiöse Zentrum der großen tibetischen Flüchtlingsbevölkerung Nepals, östlich von Kathmandu. Als hätte es uns um Hilfe gerufen, fällt uns auf dem Weg zum Mittagessen ein kleines Happy School-Poster auf.
Wir beschließen, dem Schulleiter und den Kindern der Internatsschule einen Besuch abzustatten und sind von der schlechten finanziellen Lage der Schule und dem ärmlichen Zustand der Schüler tief erschüttert.
Nach unserer Rückkehr bleiben wir mit der Happy School in Briefkontakt und beginnen, sie mit Spenden zu unterstützen.

1993: Der Schulleiter der Happy School wird entlassen, nachdem Spenden veruntreut wurden. Für die vertrauensvolle Aufgabe des neuen Vorstands ernennt die Tibeten Education and Relief Association (TERA) den Tibetaner Lhakpa Dhondup Shersta, Vorstandssekretär der Educational Foundation Relief Nepal (EFREN).


1994: André Graber, ein Freund und Spender von Happy School, besucht die Schule während einer Nepalreise. Seine leidenschaftliche Schilderung der aktuellen Umstände motiviert uns dazu, mit der Hilfsarbeit weiterzumachen.

1995: Mit dem festen Vorhaben, die Happy School mit allem was in unserer Macht steht zu unterstützen, reisen wir im Herbst erneut nach Nepal und treffen uns mehrmals mit unseren tibetanischen Freunden und dem neuen Schulleiter, um einen besseren Einblick in die Organisationsstrukturen der Schule zu bekommen und um herauszufinden, wo Verbesserungs- und Hilfsbedarf besteht. Mittlerweile können wir mit der Unterstützung unserer Freunde bereits zwei Kindern eine Schulbildung finanzieren. Wir gründen eine Spendengruppe, damit in Zukunft mehr Kinder die Happy School/Happy Home besuchen können.

Anstelle von Sponsoren oder Patenschaften bevorzugen wir es, Spenden zu sammeln und das gespendete Geld unter allen Kindern aufzuteilen. Um einem Weisen oder einem Kind aus ärmlichen Verhältnissen eine Schulbildung und einen besseren Lebensstandard zu ermöglichen, ist ein monatlicher Spendenbetrag von 40 Schweizer Franken (CHF) nötig.

Die verantwortlichen Leiter von Happy School/Happy Home haben – im Laufe unserer vierjährigen Freundschaft und vielen Treffen und Gesprächen – vertrauensvoll bewiesen, dass das gespendete Geld einzig und allein den Kindern zugute kommt. Im Gegenzug übernehmen wir die ehrenamtliche Verwaltung der Organisation und geben unser Versprechen, dass jeder einzelne gespendete Rupie die Schule auch tatsächlich erreicht.

1996:
Mit der treuen Unterstützung von mittlerweile knapp 10 Spendern können wir bereits 12 armen Kindern – hauptsächlich Weisen und Halbweisen – eine Schulbildung ermöglichen.

1998:
Viele Familien sind in die Nähe von Kathmandu gezogen und immer weniger Kinder schlafen in der Internatsschule. Happy School/Happy Home wird geschlossen, um die Kinder ab sofort in der Active Ideal Model School (AIMS) zu unterrichten.

Wir spielen mit dem Gedanken, eine weitere Schule zu gründen, entscheiden uns stattdessen aber weiterhin direkte Hilfe zu leisten. Lhakpa wird unser Stellvertreter vor Ort, der die Interessen der Kinder vertritt, die mittlerweile je nach Wohnort und Lernfortschritt auf verschiedene Schulen aufgeteilt sind. Er besucht die Kinder regelmäßig in ihren Schulen, überprüft ihre Lernfortschritte und steht in Kontakt mit ihren Familien.

2004: Zusätzlich zu unserer regelmäßigen Hilfsarbeit gründen wir einen Hilfsfond der uns die Möglichkeit gibt, einige der bedürftigsten Einwohner Kathmandus zu unterstützen und sind mit unserer Strategie Jahr für Jahr erfolgreicher.

2006: Lhakpa und seine Frau Rita reisen nach Europa und verbringen einige Tage mit den Mitgliedern von TERA in Großbritannien, bevor sie uns in der Schweiz besuchen. Wie bei jedem unserer Treffen verbringen wir auch dieses Mal eine sehr emotionale und fruchtbare Zeit miteinander.

2008:
Im Sommer reisen wir für 3 Wochen nach Nepal und treffen bekannte und neue Schüler.

2009: Im September verbringt unsere Tochter Céline 2 Wochen bei Rita und Lhakpa in Kathmandu. Céline lernt die Schüler Arun, Dikiy und Tenzin kennen und stattet den Eltern von Tenzin einen herzergreifenden Besuch ab. Die übrigen Kinder sind für die Sommerferien zurück zu ihren Eltern gereist.